Hundebekleidung

Was in der dunklen Jahreszeit wichtig ist

07. Oktober 2021 – 12:35 Uhr

Schlechte Sichtverhältnisse und Kälte sind auch für Hunde nicht ideal

Wenn es draußen kalt und dunkel wird, sollten Sie beim Spaziergang mit Ihrem Hund einiges anders machen. Cremes schützen die Pfoten Ihrer Lieblinge bei Eis und Schnee, Westen oder Mäntel halten sie warm und reflektierende Leinen und Halsbänder erhöhen die Sichtbarkeit. Wir haben Tipps für Sie, wie Ihr Hund die ungemütliche Jahreszeit gut übersteht.

Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit

Die Tage werden kürzer und die Möglichkeit im Hellen eine Runde mit dem Hund zu drehen, immer geringer. Ihr Vierbeiner, besonders wenn er ein dunkles Fell hat, ist jetzt für andere Spaziergänger, Fahrrad- oder Autofahrer schlechter zu sehen.

  • Ziehen Sie Ihrem Hund daher am besten eine reflektierende Sicherheitsweste oder ein reflektierendes Brustgeschirr an oder verwenden Sie Blinklichter, Halsringe oder reflektierende Halsbänder* und Leinen. So sorgen Sie für mehr Sicherheit auf einem Spaziergang in der Dämmerung oder in der Dunkelheit.

Pfotenpflege im Herbst und Winter

Bei Spaziergängen im Winter können sich Schnee- und Eisklumpen bilden.

© iStockphoto

Die Pfotenballen sollten das ganze Jahr hindurch gepflegt werden, damit keine Risse oder raue Stellen entstehen. Im Herbst aber ist es an der Zeit, die Pflege zu intensivieren. Reinigen Sie die Pfoten und Ballen Ihres Hundes nach jedem Spaziergang und tragen Sie ein- bis zweimal täglich ein natürliches Pfotenbalsam* auf.

Neben Kälte und Nässe stört Hunde bei Schneewetter vor allem das Streusalz auf Straßen und Gehwegen. Der Kontakt mit dem Salz kann für Ihr Tier sehr schmerzhaft sein, denn Hundepfoten sind von unzähligen schmerzempfindlichen Nerven durchzogen.

» Winterschuhe oder -socken für Hunde sollten trotzdem nur bei tierärztlicher Anordnung zum Einsatz kommen, so der Deutsche Tierschutzbund.

Bei winterlichen Spaziergängen können sich auch Schnee- und Eisklumpen zwischen den Zehen festsetzen – besonders wenn Ihr Vierbeiner an den Pfoten langes Fell hat. Deshalb sollten Sie die Haare zwischen den Zehen kurz halten.

Spaziergänge anpassen

An kalten oder nassen Tagen sollten Sie lieber kürzere Spaziergänge mit Ihrem Hund machen, damit er nicht friert. Der Deutsche Tierschutzbund rät, idealerweise über den Tag verteilt öfter mal Gassi zu gehen. Gerade auch für ältere Vierbeiner sind mehrere kurze Streifzüge besser als ein oder zwei längere Spaziergänge.

Hund vor Parasiten schützen

Untersuchen Sie das Fell Ihres Hundes nach jedem Spaziergang auf Ungeziefer.

© Alex Lypa (Alex Lypa (Fotograf) – [None], AlexLypa.com

Die tägliche Inspektion und die Pflege des Fells ist jetzt besonders wichtig. Sollte Ihr Hund nass geworden sein, dann reiben Sie sein Fell so gut es geht trocken. Sollte der Hund nicht sofort ins Warme kommen, ist dies sogar besonders wichtig, denn auch Vierbeiner können eine Erkältung bekommen.

Untersuchen Sie das Fell Ihres Vierbeiners regelmäßig auf Ungeziefer. Auch im Herbst kann sich Ihr Hund Zecken einfangen, denn die lästigen Parasiten sind noch bei bis zu sieben Grad Celsius aktiv. Sie können gefährliche Krankheiten wie Anaplasmose, Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose oder FSME übertragen, die Ihrem Hund im schlimmsten Fall sehr gefährlich werden. Um Ihre Fellnase vor Zecken zu schützen, gibt es viele Mittel zur Prävention.

Kratzt sich Ihr Hund häufig, sollte auf rötlich-orange Pünktchen geachtet werden, die auf Milben hinweisen. Stellen Sie einen Befall fest, dann suchen Sie bitte einen Tierarzt auf. Die Fellinspektion dient aber auch dazu, Blätter, Bucheckern, Ästchen oder ähnliches zu entfernen, denn ansonsten kann es zu unangenehmen Verfilzungen im Fell kommen.

Ernährung anpassen

In den kalten Jahreszeiten kostet ein Spaziergang mehr Energie, weshalb Sie die Futtermenge Ihrer Fellnase leicht erhöhen sollten. Die Betonung liegt auf leicht, denn übergewichtig sollte der Hund natürlich nicht werden. Führen Sie die Umstellung langsam durch, um den Verdauungstrakt des Hundes zu schonen.

Im Herbst und Winter sind besonders hochwertige Eiweiße, B-Vitamine, Biotin und Zink wichtig. Auch sollte Ihr Vierbeiner mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren wie etwa Lachsöl versorgt werden.

Bekleidung für den Hund

Gassigehen im Herbst: Regenkleidung für Hunde

Auch bei Regen können Sie Ihren Hund gut schützen.

© Irina Meshcheryakova (Irina Meshcheryakova (Fotografin) – [None], Irina Meshcheryakova

Hunde mit kurzem Fell, Welpen und alte oder kranke Tiere frieren leicht. Zittert Ihr Hund bereits bei kurzen Spaziergängen, könnte er einen wärmenden Mantel benötigen. Achten Sie darauf, dass der Mantel auch gut passt, damit das natürliche Bewegungsbedürfnis Ihres Hundes nicht eingeschränkt wird. Zudem sollte Hundebekleidung atmungsaktiv sein.

Wollen Sie auch bei Regen nicht auf das Gassi gehen verzichten, können Sie auf Regenkleidung für Tiere* zurückgreifen. Diese schützt den größten Teil des Körpers und erspart Ihnen viel Arbeit beim notwendigen Trocknen des Fells.

Saisonale Erkrankungen

Auch Ihren Hund kann es bei nasskaltem Wetter schnell erwischen. Dann machen ihm Symptome wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Niesen zu schaffen. Bei einer harmlosen Erkältung reichen meist viel Ruhe, Schlaf, genügend Flüssigkeit, eine vitaminreiche Kost und viel frische Luft aus, um Ihre Fellnase wieder fit zu bekommen. In manchen Fällen können auch Medikamente wie Schleimlöser oder Antibiotika nötig sein, um die Erkältung zu beseitigen. Suchen Sie einen Tierarzt auf und experimentieren Sie nicht selbst mit Hausmitteln oder eigenen Medikamenten herum. Auf extremes Toben und Spaziergänge sollte während der Erkältungsphase besser verzichtet werden.

Der beste Weg, um Ihren Hund vor einer Erkältung zu schützen, ist sein Immunsystem zu stärken. Das gelingt mit einer ausgewogenen Ernährung und durch eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung an der frischen Luft.

Fellwechsel unterstützen

Durch tägliches Bürsten werden lose Haare entfernt und die Hundehaut kann besser atmen

Durch tägliches Bürsten und Kämmen werden lose Haare entfernt .

© iStockphoto

In den Herbst fällt auch die Zeit des Fellwechsels – und das beansprucht den Körper Ihres Hundes. Auch deshalb ist in dieser Jahreszeit eine hochwertige und ausbalancierte Nahrung besonders wichtig.

Ihr Hund sollte mit allen für den Haarwechsel nötigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt werden. Eine verstärkte Zufuhr von Zink und Biotin unterstützt den Fellwechsel. Durch tägliches Bürsten und Kämmen werden lose Haare entfernt und die Haut kann besser atmen. Vermeiden Sie häufiges Baden, damit die körpereigene Fettschicht der Hundehaut nicht zerstört wird. Denn diese schützt Ihren tierischen Mitbewohner vor Kälte, Nässe und Schmutz.

Lese-Tipp: Tierhaarstaubsauger – Top-Modelle und Tipps für Tierfreunde

Gefahr durch Fallobst und Kastanien

Im Herbst entdecken Hunde während eines Spaziergangs viele verlockende Dinge. Aber so manches kann Ihrem Tier Schaden zufügen. Fallobst kann gären und Alkohol enthalten. Kastanien und Walnüsse enthalten Giftstoffe und können Verletzungen der Darmschleimhaut verursachen und Weintrauben können Nierenschäden verursachen.

Pilze sollte Ihr Hund ebenfalls meiden. Vor allem der rote Fliegenpilz, der Satan-Röhrling, der Pantherpilz, der grüne Knollenblätterpilz und Giftmorcheln können nicht nur giftig, sondern auch tödlich für Ihre Fellnase sein. Halten Sie Ihren Hund ebenso von Eiben fern, denn ihre Beeren enthalten giftige Samen. Bereits geringe Mengen davon können Ihren Vierbeiner töten.

Symptome wie Erbrechen, Torkeln oder Lethargie zählen zu den harmloseren Folgen. Eine höhere Menge Gift kann zu Herzrasen, einer hohen Atemfrequenz und Krämpfen wie bei einem epileptischen Anfall führen. Auf Berührungen reagiert der Hund dann oft panisch. Auch vermehrter Speichelfluss kann ein Indiz sein. Suchen Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt auf.

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