Hundekrankheiten

Die häufigsten Hundekrankheiten – und woran Sie sie erkennen

Wem es nicht gut geht, der sollte zur Ärztin oder zum Arzt gehen. Das ist bei Menschen eine Faustregel, die sich bewährt hat. Auch Hunde sollten untersucht werden, wenn ihnen etwas fehlt. Doch im Gegensatz zu uns Menschen können sie nicht selbst ihre Symptome feststellen und sich einen Termin in einer Praxis geben lassen. Welche Krankheiten bei Hunden häufig auftreten, woran Sie sie erkennen und welche Schritte Sie gegebenenfalls einleiten sollten.

Die häufigsten Krankheiten bei Hunden: Parasitärer Befall

Ob Würmer, Zecken, Milben oder Flöhe: Hunde bieten für viele Parasiten das perfekte Zuhause. Leider. Bei einem äußeren Befall, beispielsweise durch Zecken oder Flöhe, ist es als Besitzer:in oft relativ leicht zu überprüfen, ob der Hund zum Wirt eines Parasiten wurde. Dafür reicht es oft schon, einmal kräftig das Fell des Vierbeiners abzutasten. Oft sind zerkratzte oder aufgerissene Stellen festzustellen. Wenn diese besonders stark ausgeprägt sind, sollten Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen, um aktiv gegen den Befall vorzugehen und die richtigen Medikamente verschreiben zu lassen. Aber auch bei einem leichten Befall kann es hilfreich sein, in der Praxis über die Nutzung eines Parasitenhalsbandes oder aber die Nutzung von sogenannten „Spot-On“ Präparaten zu sprechen, also flüssige Tierarznei, die man auf eine Stelle auf der Haut aufträgt.

Gerade in der Zeckensaison, die etwa von März bis Oktober geht, sollten Sie den Vierbeiner idealerweise nach jedem Spaziergang auf Zecken untersuchen. Denn die Parasiten sind Überträger zahlreicher Krankheiten, von denen einige aber erst nach einiger Zeit von der Zecke auf das Tier übertragen werden. Mit dem frühzeitigen Entfernen minimieren Sie also das Risiko einer Infektion. Fokussieren Sie sich dabei vor allem auf die Beine sowie den Kopf- und Halsbereich.

Während äußere Parasiten sich meist relativ einfach erkennen lassen, wird die Sache bei innerem Befall, etwa Würmer oder Giardien, schon schwieriger. Denn die Symptome sind vielschichtig, doch lassen sie sich oft nicht direkt einem Parasiten zuschreiben. Zu den häufigeren Anzeichen gehören Durchfall, Fieberschübe oder häufige Abgeschlagenheit des Hundes. Bei Wurmbefall ist es auch möglich, dass ihr Hund oft mit dem Hintern über den Boden rutscht. Ein weiteres Anzeichen für Würmer sind kleine, weiße Punkte, die im Kot zu erkennen sind.
Sollten Sie Symptome dieser Art bei ihrem Vierbeiner feststellen, sollten Sie ebenfalls eine Praxis mit ihm aufsuchen. Darüber hinaus empfiehlt es sich generell, den Hund regelmäßig auf Würmer hin untersuchen zu lassen, denn immerhin können diese auch für Menschen gefährlich werden.

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Ohrenentzündung: So erkennen Sie diese

Sollte Ihr Tier sich eine Ohrenentzündung eingefangen haben, erkennen Sie das an häufigem Kratzen am Ohr, erhöhter Temperatur, vermehrtem Kopfschütteln oder aber an einer braunen Masse, die aus dem Ohr tritt und unangenehm riecht. Leidet Ihr Hund regelmäßig an Ohrenentzündungen, kann es hilfreich sein, ihm häufiger die Ohren mit einer speziellen Lösung auszuspülen.

Gerade Rassen mit langen Schlappohren, Fell in den Ohren oder aber engen Gehörgängen können von Ohrenentzündungen regelmäßig betroffen sein. Oft kommt es dazu, weil sich dort Ohrenschmalz festsetzt, in dem sich die Erreger gut einnisten können. Versuchen Sie nicht, dem Hund selbst mit einem Wattestäbchen die Ohren frei zu machen, sondern suchen Sie einen Tierarzt auf!

Tumor beim Hund: Was ist zu tun?

Wie beim Menschen, wird auch beim Hund zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren unterschieden. Allgemein sind vor allem ältere Hunde, aber auch bestimmte Hunderassen besonders anfällig dafür, die Gefahr besteht allerdings grundsätzlich für jeden Hund. Häufige Anzeichen, dass ihr Hund an einem Tumor leidet, sind Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit, aber auch verhärtete Stellen oder sogar kleine Beulen. Weist Ihr Hund diese Symptome auf, ist es ratsam, schnellstmöglich mit der Tierärztin oder dem Tierarzt Kontakt aufzunehmen. Denn grundsätzlich gilt: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto eher kann man ihn behandeln.

Hat mein Hund eine Allergie?

Eine weitere Parallele zwischen Mensch und Hund zeigt sich in der Allergieanfälligkeit. Hunde können Allergien gegen Pollen, Futtermittel, Milben und mehr entwickeln. Wenn Ihr Hund sich auffällig viel kratzt, rote Stellen am Körper hat oder Haare verliert, könnte es sich um eine solche Allergie handeln. Auch eine laufende Nase sowie Durchfall und Erbrechen können Symptome sein. Eine Allergie kann auch die Ursache für häufige Ohrenentzündungen sein.

Herauszubekommen, wogegen der Vierbeiner allergisch ist, kann sich als schwierig erweisen. Wenn Sie Symptome einer Allergie feststellen, versuchen Sie darauf zu achten, wann das Jucken auftritt und ob es eine Regelmäßigkeit gibt. Vielleicht reicht es ja, das Futter zu wechseln. Wenn Sie das Gefühl haben, die Allergie ist zu einschränkend für den Hund, suchen Sie ärztlichen Rat.

Hepatitis beim Hund

Gegen die Leberkrankheit Hepatitis, die sich durch Fieber, Erbrechen, Durchfall und Teilnahmslosigkeit des Hundes äußern kann, gibt es eine Impfung. Es empfiehlt sich, diese auch zu nutzen und sie regelmäßig auffrischen zu lassen, denn gerade bei jungen Hunden kann eine Infektion innerhalb weniger Stunden schon zum Tod führen. Ist ein Hund erst einmal infiziert, und es entwickelt sich eine ansteckende Leberentzündung, ist es nicht mehr möglich, die Infektion ursächlich zu bekämpfen. Allerdings können die Symptome gegebenenfalls noch gelindert werden.

Zwingerhusten? Was ist das?

Unter Zwingerhusten versteht man eine Krankheit beim Hund, bei dem die oberen Atemwege angegriffen werden. Sie äußert sich vor allem durch starkes Husten und Würgen Ihres Vierbeiners. Als Folge der Krankheit kann es zu einer Lungeninfektion kommen, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führt. Betroffen sind vor allem, aber nicht nur, junge Hunde, bei denen das Immunsystem noch nicht fertig ausgebildet ist. Ebenfalls gefährdet sind Tiere, die bereits durch eine andere Krankheit geschwächt sind. Bei ihnen kann der Zwingerhusten zu schweren Komplikationen führen. Auch gegen diese Krankheit können Sie Ihren Liebling impfen lassen.

Hüftgelenksdisplasie: Gerade große Hunde sind betroffen

Die Hüftgelenksdisplasie beschreibt eine Deformation des Hüftgelenkes. Vor allem große Hunderassen wie beispielsweise der Bernhardiner sind davon betroffen. Bei der Deformierung kann es sich um einen Fehler bei der Geburt handeln, aber auch Übergewicht und zu wenig Bewegung können im Laufe der Zeit die Krankheit hervorrufen. Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Hund läuft instabil und bewegt sich grundsätzlich sehr steif, könnte dies ein Anzeichen für eine solche Hüftgelenksdisplasie sein.

Quellen: mein-haustier.de, hund-als-haustier.de, wunsch-hund.de, tiermedizinportal.de, Zooplus.de
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Und wie ist es mit älteren Tieren? Das sind die häufigsten Hundekrankheiten im Alter.

Nicht nur Hunde können ernsthaft erkranken: Katzenschnupfen: Bei weitem nicht so harmlos, wie es klingt…

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